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Siebtes G·E·M Kamingespräch mit Emil Underberg

Rheinberg, 7. April 2008, im Hause Underberg in der Underbergstraße 1-3. Emil Underberg, Geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Underberg in vierter Generation, ist Ehrengast und Referent der G·E·M, zugleich Gastgeber der Teilnehmer am 7. G·E·M Kamingespräch.

Emil Underberg führte durch das Marken-Archiv, in dem die eigene Marke und die Initiativen von Nachahmern dokumentiert sind. Fast nebenbei, aber mit Bedacht gesprochen, sagte Emil Underberg:
Das Wertvollste, was das Haus Underberg hat, ist die Marke.
Und er führt durch die Keller, in denen die Familie das Geheimnis der Zubereitung des Underberg hütet. Für den Kräuter-Digestif werden Kräuter aus 43 Ländern und frisches Brunnenwasser mit hochwertigem Alkohol gemischt und im Semper idem Geheimverfahren extrahiert. Anschließend reift der Rheinberger Kräuter in Fässern aus slowenischer Eiche.

In seinem Vortrag „Gedanken zu Führung und Marktmechanismen“ gab Emil Underberg Einblicke in das Erfolgsunternehmen Underberg, in dem seit nunmehr fünf Generationen persönliche Initiative und Verantwortung der Firmeninhaber zukunftsweisende Maßstäbe setzen. Anschließend Fragen und Antworten, abgerundet durch ein „gesetztes Abendessen“, zu dem Emil Underberg die Teilnehmer am 7. G·E·M Kamingespräch geladen hatte.


Emil Underberg: Stenographische Notizen

Grundlage, das Fundament unsere Handelns, ist das christliche Menschenbild. Die klassischen Kardinaltugenden dienen uns als Kompass für Führung.

Ethischen Denken und Handeln fließt in alle Bereiche ein. Betriebswirtschaftliche Erfolge stehen bei uns im messbaren Zusammenhang mit christlichen Werten.

Ich sehe es als meine Aufgabe, Naturverständnis an Kinder und Mitarbeiter heranzuführen.

Wir sind die langfristigen Marken-Gestalter.
Was bin ich froh, dass ich keine Quartalsergebnisse zeigen muss.

Die Mission von Underberg: Weltweit im Dienste des Wohlbefindens.

Alles kann man besser machen - auch das ist eine Vision im Hause Underberg.
Wir haben auch Defizite, und daran wird zur Zeit gearbeitet. Zum Beispiel wenn es um Einsatzbereitschaft und Arbeitsfreude geht.

Wir haben ein positives Verhältnis zu Tradition und Kontinuität.
Marken mit Historie haben Vorteile, aber Diskontinuität in der Markenführung („Änderungswahn“) zerstört diese Vorteile.

In der Personalpolitik wird Beständigkeit deutlich: die Mitarbeiter sind lange dabei. Diese Kontinuität ist für Underberg besonders wichtig. Diese Bindung an die Marke ist phantastisch.

Wir haben einer line extension widerstanden. Ist doch die Frage zu beantworten: Führt das zu einer Stärkung oder einer Verwässerung der Marke? Wir haben die Kräuter- und Gewürz-Kompetenz.
Ich muss gegen den Strom schwimmen – nicht in allem, aber in vielem.

Semper idem - stets die gleiche Qualität. Eines der obersten Prinzipien bei Underberg.

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Notizen von Wolfgang K.A. Disch, Hamburg, Mitglied des Kuratoriums der
G·E·M Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens e.V.

Foto: Matthias Richter, Friedrichsdorf/Ts.

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Quelle: Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens e.V., Veranstaltungen.
Online im Internet; URL: http://www.gem-online.de/veranstaltungen/kamingespraech/kamingespraech7.php/
[Stand: 23.09.2014, 16:22:16]